vor 1935

Prospekt des Kinderheims

"Kinderheim Auf Berg Seltisberg, ob Liestal

Institut des Schweiz. Kath.Fürsorgevereins

Das Kinderheim „Auf Berg“ in Seltisberg wurde im April 1929 vom Schweiz. Kath. Fürsorgeverein erworben und neu eingerichtet.

Die Leitung der Anstalt ist ehrwürd. Schwestern Franziskanerinnen übertragen, die Kinder bis zum schulpflichtigen Alter liebevolle und sorgfältige Pflegerinnen und Erzieherinnen sein werden.

Das Heim bietet Platz für 24 Säuglinge und für 20 Kinder bis zum 3. Altersjahre. In der Abteilung Ferienheim finden sich 16 erholungsbedürftige Kinder bis zum 7. Altersjahre vorzügliche Verpflegung.

Die ganze Anstalt untersteht der Aufsicht eines tüchtigen, gewissenhaften Arztes. Der Pensionspreis beträgt für Kinder Fr. 1.70 – 2.50 und für Feriengäste 3-5 Fr. per Tag, je nach Verhältnissen der Versorger und der Aufenthaltsdauer. Eventuelle Arztrechnung und Spitalrechnungen muß extra bezahlt werden.

Den Anmeldungen sind Taufschein und Arztzeugnis beizulegen. Mit ansteckenden Krankheiten Behaftete dürfen nicht angenommen werden. Austritte müssen 14 Tage vorher angezeigt werden.

Besuchszeit: Donnerstag und Sonntag 2 – 4 Uhr.

Weitere Auskunft erteilt            Die Direktion"

Prospekt des Kinderheims
1935

Gründung des Katholischen Fürsorgevereins Baselland

Der Katholische Fürsorgeverein für Frauen, Mädchen und Kinder Baselland wurde im Jahre 1935 gegründet. Er übernahm die Betreuung des Heims in Seltisberg vom Schweizerischen Katholischen Fürsorgeverein. Es wurden ledige Müttern und deren Kindern im Heim von Klosterschwestern betreut. In den folgenden Jahren erfolgte ein bescheidener Ausbau der Infrastruktur. 1949 wurden in einer 3-jährigen Lehre auch Kinderschwestern ausgebildet.

 

Gründung des Katholischen Fürsorgevereins Baselland
1961

Kauf der Liegenschaft

Der „Katholische Fürsorgeverein für Frauen, Mädchen und Kinder Baselland“, der heutige Katholischen Fürsorgerverein Baselland (KFV-BL) kaufte die Liegenschaften und das Heim vom „Schweizerischen Katholischen Fürsorgeverein“ für Fr. 75‘000.— ; das entspricht einem heutigen Wert von etwa 22.9 Millionen.

Dieser Kauf war mit der Auflage verbunden, dass die Liegenschaft weiterhin für Fürsorgezwecke verwendet wird.                         

1969

Baueingabe für einen Neubau

Die Baueingabe für das Kinderheim erfolgte, nachdem die finanzielle Beteiligung durch die Kantone Baselland und Basel Stadt zugesichert war. Dem Verein verblieben 15% der Baukosten oder Fr. 640‘000.--, die durch Spenden finanziert werden mussten.

1972

Bezug des Neubaus

Der Neubau wurde im Oktober bezogen, anschliessend das ehemalige Hotel renoviert und für das Mutter-Kind-Haus adaptiert.

1974

Einweihung

Nachdem auch der Altbau fertig renoviert und bezugsbereit war, wurden am 7. September das Mutter-Kind-Haus und das Kinderheim feierlich eingeweiht.

Am 8. und 9. September konnten die Räumlichkeiten anlässlich des "Tages der offenen Tür" von Interessierten besichtigt werden.

Einweihung
2001

Leistungsvertrag mit dem Kanton Baselland

Der KFV schloss mit dem Kanton Baselland den ersten Leistungsvertrag ab. Diese sogenannte Leistungsvereinbarung definiert den Umfang und die Qualität der durch die Heime zu erbringenden Leistungen. Sie regelt auch die Entschädigungen durch die zuständigen Behörden bzw. Amtsstellen, welche unter Aufsicht des Kantons stehen.

2003

Anerkennung des Bundesamtes für Justiz

Diese Anerkennung bedingte umfangreiche fachliche und administrative Vorarbeiten. Darin werden Betreungskonzepte, Vorgehensweisen bei Aufnahme, bei besonderen Fällen, Verteilung des Personals auf die einzelnen Gruppen (Stellenprozente) usw. geregelt. Dieses Regelwerk, wird vom Bundesamt für Justiz periodisch überprüft.

Die Einhaltung dieses Regelwerkes stellt die Grundlage für die Auszahlung von Bundessubventionen an das Heim dar, wodurch sich die Entschädigung des Kantons entsprechend reduziert.

Anerkennung des Bundesamtes für Justiz
2005

70 Jahre Katholischer Fürsorgeverein Baselland

Der Vorstand lud zu einem Fest. Die Gestaltung des Festes übernahmen die einzelnen Gruppen des Heimes zusammen mit dem Personal der Küche.

Eingladen waren sämtliche Mitglieder des Vereins sowie Personen, die sich für den Verein in den einzelnen Gemeinden und Pfarreien einsetzten.

Zudem waren die Mitglieder der Regierungsrates, der Fachstelle, die Eltern der betreuten Kinder und Jugendlichen geladen.

Zum 70jährigen Bestehen des Vereins wurde eine 80 seitige Festschrift herausgegeben. Diese ist als PDF bei den Jahresberichten abrufbar.

Festschrift
 

70 Jahre Katholischer Fürsorgeverein Baselland
2008

Heimausschuss

Auf Drängen der kantonalen Fachstelle wurde ein Heimausschuss als Ebene zwischen Vorstand und Heimleitung etabliert. Dieser sollte die strategische Führung der Heime sowie die Ausübung der Rechte und Pflichten als Arbeitgeber ausüben. Seine Aufgaben wurden in einem Reglement festgehalten. Dies bedingte Anpassung der Statuten.

2010

Welche Organisationsform für die Zukunft?

Um die Entscheidungskompetenz im Bereich der Heime, die beim unabhängigen Heimausschuss lagen, wieder klarer mit der finanziellen Verantwortung, die der KFV-BL trug, zusammenzuführen, entschied sich der Vorstand im Verlaufe des Jahres 2010 nach Abklärung verschiedener Alternativen, die Heimbetriebe aus der eigentliche Vereinstätigkeit auszugliedern und diese in einer eigenen juristischen Person zu verselbständigen.

Zudiesem Zwecke gründete der KFV-BL die gemeinnützige Akteingesellschaft „Heime Auf Berg AG“. Das Aktienkapital wurde vom Verein voll einbezahlt und der KFV-BL übertrug der neu gegründeten Gesellschaft per 1.1.2011 die Führung und den Betrieb der Heime.

Als Präsident des Verwaltungsrates wurde Herr Urs Baumann gewählt.

2011

Heime Auf Berg AG

Seit 1. Januar 2011 betreibt die Heime auf Berg AG eigenverantwortlich sowohl das Kinderheim in Seltisberg als auch das MUtter-Kind-Haus Belvedere in Basel.

2012

Mutter-Kind-Haus Belvedere Basel

Weil das Basler Lehrlingsheim im Lehenmattquartier in Basel seinen Betrieb einstellte, ergab sich die Möglichkeit, die frei werdende Liegenschaft anders zu nutzen. Dank der Vermittlung des VR-Präsidenten der Heime Auf Berg AG konnte die AG diese mieten. Mit der ideal gelegenen, grosszügigen Liegenschaft konnte der gestiegene Raumbedarf der Heime optimal gedeckt werden.

Mitte 2012 wurde der Mutter-Kind-Bereich von Seltisberg unter der neuen Bezeichnung Mutter-Kind-Haus Belvedere an den verkehrstechnisch günstigen Karpfenweg 15 in Basel verlegt.

Die in Seltisberg frei gewordenen Räumlichkeiten wurden anschliessend umgestaltet und konnten dann für die Gruppe der Jugendlichen als „Jugendvilla“ genutzt werden.

Mutter-Kind-Haus Belvedere Basel
2012 - 2015

Anpassungen von Gebäuden

Die baupolizeilichen Anforderungen und die betrieblichen Ansprüche der Heime an die Gebäulichkeiten wurden zusehends grösser. Daher hat der KFV-BL in diesem Jahren verschiedene bauliche Anpassungen und grössere Renovationen von Gruppenräumen vorgenommen. Das Investionsvolumen in die Liegenschaften in Seltisberg in den Jahren 2012 – 2014 betrug über CHF 800‘000.

Im Jahre 2014 konnte der KFV-BL die Liegenschaft käuflich erwerben. Er stellte sie dann zu den gleichen Bedingungen der Heime Auf Berg AG zur Verfügung.

2016

80 Jahre Katholischer Fürsorgeverein Baselland

An der 80zigsten Generalversammlung im Juni 2016 feiert der Katholische Fürsorgeverein Baselland sein 80järiges Bestehen.

Anstatt einer grossen Feier sollen die Kinder, Jugendlichen und die betreuten Mütter von einem "Jubläumsbatzen" des Katholischen Fürsorgevereins profitieren.

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